Im Augenblick. | Familienleben
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2. Dezember 2015 Schwanger. Stumm stehe ich im winzigen Badezimmer unserer alten Wohnung und starre auf zwei rote Streifen. „Ich bin schwanger“, in Dauerschleife murmele ich diesen Satz vor mich hin, während mein Blick zum Spiegel wandert und ich mir selbst in die ungläubigen Augen blicke. „Ich bin schwanger“, sage ich. „Oh mein Gott, ich muss es Franz sagen“, denke ich. „Ich bin schwanger“, sage ich. „Oh mein Gott, der kommt erst in ACHT STUNDEN“, denke ich. „Ich bin schwanger“, sage ich. „Oh mein Gott, mein ganzes Leben wird...

„Mama“. Es scheint mir als dringe ein leiser Ruf in meinen Traum. „Mama“. Gedämpft höre ich meinen Namen, oder sollte ich eher sagen, meinen Titel? „Mama“, was ist das überhaupt? Eine Bezeichnung? Ein Kosewort? „Maaaaamaaaaaaa“. Die Stimme wird nachdrücklicher und obwohl sie immer noch so klingt als käme sie aus weiter Ferne, wage ich eines meiner Augen zu öffnen und zu blinzeln, um den Ursprung des Rufens zu ermitteln. Ich erwarte in das freudenstrahlende Gesicht meiner Tochter zu blicken, wie jeden Morgen, um – wie jeden Morgen –...

Als ich noch schwanger war mit Freja, da fragte ich mich, wie es sich wohl anfühlen würde, dieses Stillen. Ehrlich gesagt, fand ich die Vorstellung, ein Baby würde an meinen Brüsten saugen, durchaus befremdlich, es schien mir schlicht und einfach seltsam. Doch als es dann so weit war, und Freja zum ersten Mal trank, da war es das Selbstverständlichste auf der Welt. Ich habe das Stillen zwar niemals als etwas Magisches empfunden aber es war schön. Wirklich unheimlich schön. Es war richtig. Es fühlte sich an, als wäre...

 Mein Mädchen. Dein erstes Jahr. Das aufregendste Jahr meines Lebens begann an einem Mittwoch im Hochsommer. Es war der 27. Juli 2016. Es war der Tag bevor du geboren wurdest. Alles begann mit den Worten „Es hat Plopp gemacht in meinem Bauch“. Ich sagte sie zu deinem Vater, kurz nachdem wir uns schlafen gelegt hatten. Mein Bauch hatte damals den Umfang einer Wassermelone, mein Gemütszustand schwankte zwischen purer Aufregung, unglaublicher Vorfreude und nackter Angst – du siehst, ich kannte nur noch Extreme, denn nach drei zähen Wochen voller vorzeitiger Wehen...

Es war der 26. Juli 2016. Der Stichtag für eine Geburt im Geburtshaus. Denn von nun an galt unser Baby nicht mehr als Frühchen. Drei Wochen lang hatte ich auf diesen Tag gewartet. Drei Wochen in denen die strikte Anweisung lautete: „Absolute Schonzeit“, denn ich hatte immer wieder vorzeige Wehen und die Kleine drohte sich zu früh auf den Weg zu machen. Doch was soll ich sagen - nach drei Wochen Nichtstun hatte ich die Nase gestrichen voll vom schwanger sein. Und zwar so richtig. Drei Wochen lang...

Wir bekommen ein Baby Mittwochmorgen, halb acht. Soeben habe ich Franz in den Arbeitstag verabschiedet, jetzt bleibt mir noch eine halbe Stunde um mich fertigzumachen, und mir einen duftenden Bananenpfannkuchen zu zaubern, bevor es für mich runter in den Laden geht – zu meinem ersten Kaffee. Unsere Hochzeit ist nicht einmal zwei Monate her, schon vorher hatten wir besprochen, dass wir es danach mal ausprobieren wollen mit der Familienplanung. „Mal sehen wann es soweit ist“, war unser Motto, schließlich kann es ja durchaus dauern bis es dann tatsächlich klappt...