Im Augenblick. | Schwangerschaft
342
archive,category,category-schwangerschaft,category-342,cookies-not-set,qode-quick-links-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode_grid_1300,hide_top_bar_on_mobile_header,qode-content-sidebar-responsive,qode-theme-ver-17.2,qode-theme-bridge,disabled_footer_top,wpb-js-composer js-comp-ver-5.4.7,vc_responsive

Die Geburt unserer Tochter Ilvie „Ich. Will. Nicht. Mehr.“, sage ich und betone dabei jedes einzelne Wort, während ich mir mit der erdverschmierten Hand den Schweiß aus dem Gesicht streiche. „Es. Soll. Endlich. Rauskommen.“ Um meinen Worten Nachdruck zu verleihen stampfe ich mit dem Fuß auf und zeige mit beiden Händen auf meinen Bauch, der aussieht als hätte ich einen Medizinball verschluckt und sich mittlerweile auch so anfühlt. Franz grinst. „Hör auf zu grinsen, es ist mir verflucht ernst“, fauche ich ihn an und sehe dabei wie er sich das Lachen verkneifen muss. Ich kann es ihm...

#Woche15   Es hat geschneit, Freja braucht neue Handschuhe, ich muss mich noch um die Buchhaltung kümmern. Was essen wir eigentlich heute Abend, warum ist der Pudding schon wieder leer und wann wollte ich mich nochmal mit meinem Bruder treffen? Ich würde gerne Sport machen später, aber ob Franz rechtzeitig zurück ist? Komm‘ wir spielen Bauklötze, oder sollen wir lieber puzzeln? Hab ich alles gepackt für das Fotoshooting morgen und wo war nochmal der Treffpunkt? Verdammt warum bin ich bloß so müde? Oh stimmt, ich bin ja SCHWANGER. Es geht mir besser, wesentlich besser. Übel ist mir...

#Woche5   Zwei blassrosa Striche. Mehr ist es nicht. Zwei blöde, schnöde blassrosa Striche auf einem Streifen Papier. Das war’s. Das ist der einzige Beweis für die vollkommen verrückte Tatsache: Da wächst ein Baby in mir. Seit einer Woche weiß ich nun, dass in mir drin aktuell zwei Herzen schlagen und gewöhnt habe ich mich an den Gedanken noch ganz und gar nicht. Am liebsten würde ich jeden Tag auf einen weiteren Test pinkeln, einzig um eine medizinisch belegbare Bestätigung dafür zu bekommen, dass ich nicht spinne. Dass mein Körper...

Es ist Sonntagmorgen, der 18. November 2018. Ich wache auf, weil sich schätzungsweise 12 Kilo langsam über mein Gesicht wälzen. Freja versucht trotz ihres Schlafsackes über mich drüber zu klettern um in die Wange ihres Vaters zu kneifen, das Licht anzuschalten und vehement zu fordern „Papa, aufstehen“. Ich kneife die Augen zusammen als meine Tochter schonungslos den Lichtschalter betätigt und vergnügt sagt „Jetzt ist es hell, jetzt können wir aufstehen“. Draußen dämmert es grade, es ist dieser Moment zwischen Nacht und Tag, zwischen dunkel und hell, der Moment an...