Im Augenblick. | Einfach glücklich.
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Einfach glücklich.

Einfach glücklich.

Eine monogame Beziehung mit den schönen Dingen des Lebens.

 

Wie wäre es, einfach mal nur Dinge zu tun, die mich glücklich machen? Ausschließlich. Uneingeschränkt und ohne jede Ausnahme. Eine monogame Beziehung mit den schönen Seiten des Lebens, sozusagen.

Ich muss gestehen, ich finde diese Vorstellung großartig und alleine der Gedanke, nur Dinge zu tun, mein Herz ein bisschen höher schlagen lassen, treibt mir ein verzücktes Lächeln ins Gesicht. Nur ein paar Augenblicke später lasse ich allerdings schon wieder resigniert die Schultern hängen. Wie UNREALISTISCH. Tzz, als ob es im Leben nur um Spaß geht. Als ich der kleinen, fiesen Stimme in meinem Kopf zuhöre, die mir einredet ich solle meinen Alltag bloß nicht mit dem Urlaub verwechseln, bin ich fast ein wenig schockiert. Geht es im Leben denn nicht genau darum? Geht es denn nicht einzig und alleine darum glücklich zu sein?

Nach dem Schlaganfall meiner Mutter habe ich in den letzten Monaten viel gearbeitet, hatte oftmals Angst vor neuen Herausforderungen und davor, was die Zukunft mir wohl bringen würde. Gleichzeitig habe ich jedoch so spürbar wie nie zuvor erfahren, worauf es wirklich ankommt in meinem Leben. Ich möchte glücklich sein.

Also habe ich neue Prioritäten gesetzt. Irgendwann während der letzten Monate habe ich beschlossen nur noch Dinge zu tun, die mich glücklich machen. Und soll ich euch was sagen: Es funktioniert.

Das heißt nicht, dass ich bei der Arbeit jetzt dauernd mit einem verklärten Grinsen die Buchhaltung mache oder mit einem Mal begeistert das Bad putze. Es heißt leider auch nicht, dass ich nun ständig mit Franz auf der Couch kuschele und pausenlos Kaffee trinke. Es heißt lediglich, dass ich morgens aufstehe und mich darauf freuen kann was der Tag mir bringt. Ich versuche nur noch Dinge zu tun, die ich tun will oder deren Ergebnis ich durchaus als erstrebenswert erachte. Nicht solche die ich denke, tun zu müssen. Beim  Putzen geht es ja schließlich auch nicht um das Putzen an sich, sondern um das schöne Gefühl in einem sauberen Badezimmer duschen zu können.

Trotz aller Angst und Traurigkeit – und trotz des Schlaganfalls meiner Mutter – war ich in den letzten Monaten auch ziemlich oft ziemlich zufrieden. Ich habe neue Perspektiven geschaffen, die ich nicht für möglich gehalten hätte und Fähigkeiten entdeckt die ich noch nicht kannte – nur, weil ich mich auf das konzentriert habe, was mich glücklich macht.  Denn das ist es, worauf es ankommt im Leben.

 

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