Im Augenblick. | Verliebt. In einen Ring.
1
bp-legacy,post-template-default,single,single-post,postid-1,single-format-standard,admin-bar,no-customize-support,qode-quick-links-1.0,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode_grid_1300,qode-content-sidebar-responsive,qode-theme-ver-11.1,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.1.1,vc_responsive,no-js

Verliebt. In einen Ring.

Verliebt. In einen Ring.

Warum sollte man etwas fotografieren das man so oder so jeden Tag sieht?

 

Niemals hätte ich gedacht, dass mir ein Schmuckstück so viel bedeuten kann. Niemals habe ich angenommen, dass ich mich in etwas Silber-glitzerndes verlieben könnte. Und am wenigsten bin ich davon ausgegangen, dass ich einmal Spaß daran haben würde einen Ring zu fotografieren

Wenn Hochzeitspaare ein Foto ihrer Ringe haben wollten, hielt ich das bis jetzt ehrlich gesagt immer für relativ überflüssig. Warum sollte man einen Ring fotografieren, den man so oder so jeden Tag sieht? Ich meine, der verändert sich ja nicht. Das dachte ich. Doch dann kam der Tag, an dem ich selbst einen Ring bekam und mit ihm haben sich in meinem Kopf anscheinend auch ein paar Hirnwindungen verschoben, anders kann ich mir nicht erklären was dann passierte.

Gestern Vormittag habe ich fast zwei Stunden damit verbracht meinen Verlobungsring zu fotografieren. So, jetzt ist es raus. Ich habe einen Ring fotografiert. Zwei Stunden lang. Und ich hatte einen Heidenspaß.

Ich glaube, wenn ich mich selbst dabei beobachtet hätte, wie ich durch die Gegend hüpfte und mit einer Engelsgeduld das richtige Licht, den richtigen Platz und die richtigen Accessoires aussuchte, ich hätte mit dem Kopf geschüttelt und etwas gedacht wie: „Der ist auch nicht mehr zu helfen“. Aus Schmuck habe ich mir nämlich noch nie sonderlich viel gemacht. Außer meinem Amulett trage ich immer die selben Perlenohrringe aus Plastik für drei Euro (falls mal einer verloren geht, habe ich immer ein „Ersatzpaar“ im Schrank) und ansonsten … nichts.

Doch dieser Ring ist mehr als ein bloßes Schmuckstück. Für mich ist er ein Symbol für das Größte, was ich mir jemals gewünscht habe. Er ist eine funkelnde Erinnerung daran, dass mich ein wunderbarer Mann heiraten will. Mein Weg zu meiner Liebe war wahrlich nicht leicht, es gab eine Zeit, da vertraute ich niemandem, am allerwenigsten mir selber. Doch diese Zeit ist nun vorbei. Immer wenn ich meinen Ring ansehe, macht er mich glücklich. So glücklich, dass ich ihn einfach fotografieren musste.

Am liebsten mag ich das Bild mit den Büchern. Mit meinen Tagebüchern, alle vollgeschrieben bis zur letzten Seite. Der erste Eintrag ist vom 3.4.2001, damals war ich zwölf Jahre alt. Es war der Beginn eines langen Weges, der nun mit der besten Entscheidung meines Lebens endet: Ich werde heiraten.

Und an alle Brautpaare: Von nun an werde ich mit absoluter Begeisterung jeden eurer Ringe fotografieren. Jetzt kann ich verstehen wie viel sie euch bedeuten.

Tagebuecher-2

 

 

Keine Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

Zur Werkzeugleiste springen