Im Augenblick. | Ist alles gut.
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„Du kannst das nicht“. Es ist, als würde das weiße Blatt Papier mich hämisch anstarren. Der Cursor blinkt spöttisch. Blink. Blink. Blink. Ich finde es klingt eher wie „Ha. Ha. Ha“. Ich weiß, dass Cursor generell eher weniger reden können, aber in meiner Phantasie führe ich manchmal ganze Streitgespräche mit Gegenständen oder ausgedachten Figuren. Freja und ich picknicken zum Beispiel regelmäßig mit ihrem Teddybär „Saruman“, dem Schaf „Schaf“ sowie unserer unsichtbaren Freundin Frau Rotkohl, benannt nach selbiger Person aus „Das Sams“. Frau Rotkohl ist generell mit allem und...

„Mama“. Es scheint mir als dringe ein leiser Ruf in meinen Traum. „Mama“. Gedämpft höre ich meinen Namen, oder sollte ich eher sagen, meinen Titel? „Mama“, was ist das überhaupt? Eine Bezeichnung? Ein Kosewort? „Maaaaamaaaaaaa“. Die Stimme wird nachdrücklicher und obwohl sie immer noch so klingt als käme sie aus weiter Ferne, wage ich eines meiner Augen zu öffnen und zu blinzeln, um den Ursprung des Rufens zu ermitteln. Ich erwarte in das freudenstrahlende Gesicht meiner Tochter zu blicken, wie jeden Morgen, um – wie jeden Morgen –...

Heute ist der 19. Mai 2018, 23:23 Uhr. Ich habe noch ganz genau 37 Minuten, dann werde ich 30 Jahre alt. Und wenn ich sage, genau 37 Minuten, dann meine ich das wortwörtlich, denn ich wurde um Punkt Null Uhr geboren. Vor fast 30 Jahren durften sich meine Eltern aussuchen, ob sie meinen Geburtstag lieber am 19. oder am 20. Mai feiern wollten. Ich fand es schon immer ziemlich cool, genau um Mitternacht geboren zu sein, denn irgendwie klingt es besonders, wenn man sagt: „Meine Eltern durften sich...

Als ich noch schwanger war mit Freja, da fragte ich mich, wie es sich wohl anfühlen würde, dieses Stillen. Ehrlich gesagt, fand ich die Vorstellung, ein Baby würde an meinen Brüsten saugen, durchaus befremdlich, es schien mir schlicht und einfach seltsam. Doch als es dann so weit war, und Freja zum ersten Mal trank, da war es das Selbstverständlichste auf der Welt. Ich habe das Stillen zwar niemals als etwas Magisches empfunden aber es war schön. Wirklich unheimlich schön. Es war richtig. Es fühlte sich an, als wäre...

 Mein Mädchen. Dein erstes Jahr. Das aufregendste Jahr meines Lebens begann an einem Mittwoch im Hochsommer. Es war der 27. Juli 2016. Es war der Tag bevor du geboren wurdest. Alles begann mit den Worten „Es hat Plopp gemacht in meinem Bauch“. Ich sagte sie zu deinem Vater, kurz nachdem wir uns schlafen gelegt hatten. Mein Bauch hatte damals den Umfang einer Wassermelone, mein Gemütszustand schwankte zwischen purer Aufregung, unglaublicher Vorfreude und nackter Angst – du siehst, ich kannte nur noch Extreme, denn nach drei zähen Wochen voller vorzeitiger Wehen...

Es war der 26. Juli 2016. Der Stichtag für eine Geburt im Geburtshaus. Denn von nun an galt unser Baby nicht mehr als Frühchen. Drei Wochen lang hatte ich auf diesen Tag gewartet. Drei Wochen in denen die strikte Anweisung lautete: „Absolute Schonzeit“, denn ich hatte immer wieder vorzeige Wehen und die Kleine drohte sich zu früh auf den Weg zu machen. Doch was soll ich sagen - nach drei Wochen Nichtstun hatte ich die Nase gestrichen voll vom schwanger sein. Und zwar so richtig. Drei Wochen lang...

Wir bekommen ein Baby Mittwochmorgen, halb acht. Soeben habe ich Franz in den Arbeitstag verabschiedet, jetzt bleibt mir noch eine halbe Stunde um mich fertigzumachen, und mir einen duftenden Bananenpfannkuchen zu zaubern, bevor es für mich runter in den Laden geht – zu meinem ersten Kaffee. Unsere Hochzeit ist nicht einmal zwei Monate her, schon vorher hatten wir besprochen, dass wir es danach mal ausprobieren wollen mit der Familienplanung. „Mal sehen wann es soweit ist“, war unser Motto, schließlich kann es ja durchaus dauern bis es dann tatsächlich klappt...

Unsere Hochzeit. In Bild und Schrift   Am Vorabend trank ich ein Gläschen Whiskey. Ich war so aufgeregt, dass ich mir sicher war sonst niemals einschlafen zu können. Im Grunde war das durchaus eine gute Idee, ich schlief wunderbar - bis morgens um vier. Dann war ich hellwach. Also schlich ich mich ins Wohnzimmer und trank einen weiteren Schluck Whiskey. Im Grunde ein durchaus logischer Gedanke. Mit dem Ergebnis, dass ich mit einem leichten Schwindelgefühl noch drei Stunden lang hellwach im Bett lag und es kaum erwarten konnte endlich zu heiraten....