Im Augenblick. | About
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Inga Blog_026

Im Augenblick ist Alles gut.

„Wenn du ein Kind bekommst, ist dein Leben vorbei“ – schenkt man noch immer weit verbreiteten Meinungen übers Kinderkriegen Glauben, könne man meinen als Mutter beschäftige man sich nur noch damit Möhren zu pürieren (natürlich Bio), Spielzeuge auf ihren pädagogischen Wertgehalt zu beurteilen und seinem alten Leben ohne Schwangerschaftsstreifen und mit einer realistischen Aussicht auf Karriere hinterher zu trauern. Pekip statt Party und vollgekotzte Schlafanzüge anstatt nächtliche Abenteuer mit dem Liebsten.

 

Ich bin hier um euch zu sagen: Was für ein riesengroßer Bullshit. Familie heißt Vieles aber ganz sicher nicht das Ende von Liebesleben und Selbstverwirklichung. Im Gegenteil. Ein Kind zu kriegen ist wohl die größte Herausforderung die es geben kann und gleichzeitig die beste Chance auf Weiterentwicklung, Glück und Liebe die ein Mensch je bekommen wird.

 

„Im Augenblick“ ist ein Blog darüber, dass nicht nur am Ende alles gut wird, sondern auf dem Weg dorthin bereits alles gut ist. Jeden einzelnen Tag gibt es unzählige Momente, Gedanken und Geschichten die es verdienen für immer zu bleiben, weil sie es sind, die das Leben wirklich ausmachen. Denn im Grunde haben wir bei allen Herausforderungen und bei all dem Streben nach Veränderung die das Leben und die Liebe nun mal mit sich bringen am Ende doch nur eines: Den Augenblick.

Lerne uns kennen

Hallo, ich bin Inga.

Ich heiße Inga Hanka, habe in diesem Jahr die 30 erreicht und bin Ehefrau, Mutter und stolze Hausbesitzerin aka. „Alles was ich habe, gehört eigentlich der Bank“. Ich bin bekennender Fan der Vengaboys, hege eine fast schon besorgniserregende Beziehung zu Kaffee und stehe auf muskulöse, männliche Unterarme im Allgemeinen und natürlich auf die schönsten muskulösen Unterarme meines Mannes im Besonderen. Meine Tochter ist das coolste Kind der Welt und ich kann aus tiefstem Herzen sagen, dass es wohl niemals etwas Größeres für mich geben wird, als ihre Mutter zu sein – allerdings nicht im konventionellen Sinne. Ich finde Kochen im Grunde überflüssig und tue es einzig aus dem Grund, dass wir schließlich irgendetwas essen MÜSSEN. Ich gehe lieber auf `ne Party als zur Spielgruppe und mit Unterhaltungen über Entwicklungsschübe kann man mich jagen. Stattdessen nehme ich Freja mit zur Karnevalssitzung und kaufe ihr Schuhe mit Glitzer.

Ich mag Superlative ebenso gerne wie Adjektive und mein Mann ist der Meinung, ich übertreibe es mit der Benutzung von beidem. Ich finde das stimmt nicht, denn was ist besser als ein Leben mit möglichst vielen Superlativen? Es ist nur richtig, vom Leben niemals weniger als das Allergrößte zu erwarten. Träume können wahr werden, egal wie utopisch oder albern sie scheinen – vorausgesetzt man ist bereit alles dafür zu tun.

Franz Profil

Mein Mann Franz.

Mein Mann ist wohl der unromantischste Mensch, den es auf der Welt gibt, zumindest im klassischen Sinne. Er hält sowohl Komplimente als auch Kerzen oder Liebesbekundungen für absolut überflüssig („Du weißt doch, dass ich dich liebe, ich hab’ dich doch geheiratet …“), stattdessen repariert er mein Fahrrad und kauft mir Schokolade selbst wenn ich gesagt habe, ich will keine, was ja auch irgendwie romantisch ist. Ein Großteil seiner Kommunikation besteht aus Brummlauten und Drei-Wort-Sätzen und wenn er könnte, würde er es wohl verbieten mehr als ein Adjektiv pro Satz zu verwenden. Aus unerfindlichen Gründen steht er sowohl auf Rammstein als auch auf Mickie Krause, beides allerdings vorzugsweise LAUT. Franz kann wesentlich besser kochen als ich und es macht ihm auch wesentlich mehr Spaß als es mir macht, also sorgt er für unseren Essensplan, was dazu führt dass wir mindestens ein Mal die Woche irgendwas mit Hack und Käse überbacken essen, aber das nehme ich gerne in Kauf – zumal: je mehr Käse, desto besser, oder? Franz kümmert sich außerdem um unsere gefühlt 1.000 Pflanzen, er ist schließlich Gärtner. Wer sich aber jetzt vorstellt, dass er mit grüner Schürze in der Erde wühlt und sich liebevoll um einzelne Pflänzchen kümmert, der liegt falsch: Gib dem Mann eine Motorsäge und er ist glücklich. Für mich ist er mein Anker und mein Segel zugleich und es gibt auf der Welt keinen schöneren Platz als in seinen Armen, denn auch wenn er mir Blumen nur in Plastikpaletten mitbringt – er ist der Mensch, der mir gezeigt hat wie es sich anfühlt bedingungslos geliebt zu werden.

StudioFreja-Profil

Unsere Tochter Freja.

Unsere Tochter Freja wurde am 28. Juli 2016 geboren und hat mir eine ganz neue Art von Liebe gezeigt, so tief und bedingungslos und selbstverständlich, dass es beinahe schon erschreckend ist. Sie hat mir außerdem gezeigt, wie sich echte Müdigkeit anfühlt und das ist nicht nur beinahe erschreckend, sondern ganz und gar. Von Schlaf hat Freja noch nie sonderlich viel gehalten, dafür aber von Heavy Metal, Erdbeeren und Verstecken spielen. Sie redet schon mindestens genauso viel wie ich und kann sowohl echte Klassiker wie „Bruder Jakob“ und „Häschen in der Grube“ auswendig singen, sondern auch die wirklich wichtigen Lieder wie „Mamma Lauda“, „Hey, du kleine Maus“ und den Refrain von „Coco Jambo“. Vorzugsweise schmettert sie ihre Lieder beim Fahrradfahren oder im Supermarkt, bringt damit jeden zum Lachen, der uns begegnet und ich bin mächtig stolz. Ich bin so oder so jeden Tag etliche Male beeindruckt von diesem kleinen Menschen der auf wundersame Weise in meinem eigenen Bauch entstanden ist und mein Leben heute mehr bereichert als ich es mir je hätte vorstellen können. Teilzuhaben an ihren Gedanken, ihren Gefühlen und ihrer Sicht auf die Welt ist eine Erfahrung, die mit Worten nicht zu beschreiben ist, selbst wenn man alle Adjektive der Welt nutzen würde. Freja ist mein Mädchen, sie bringt mich unermüdlich dazu meine eigenen Grenzen zu verschieben, mein Verhalten zu hinterfragen und mich mit Teilen von mir auseinanderzusetzen, die ich schon fast vergessen hatte. Ich kann nur sagen: Kriegt Kinder, es ist das Allercoolste.