Im Augenblick. | Was würdest du tun, wenn du wüsstest du kannst nicht scheitern?
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Was würdest du tun, wenn du wüsstest du kannst nicht scheitern?

„Was willst du eigentlich vom Leben?“. Franz und ich sitzen auf unserer neugebauten Terrasse, Freja schläft, wir nutzen die Zeit zu reden. Oder besser gesagt: ICH nutze die Zeit zu reden. Franz sieht mich lediglich leicht verständnislos an und sagt: „Was meinst du?“. „Na, was willst du vom Leben, welche Wünsche und Träume hast du noch, was willst du mal erlebt haben?“, frage ich ihn. Er zuckt mit den Schultern und gibt mir dann in genau vier präzisen Sätzen eine komplette Ausführung seiner Ziele für die nächsten zehn Jahre nach dem SMART Prinzip: Messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Und das ist kein Scherz. Manchmal wäre ich wirklich gerne so pragmatisch wie dieser Mann. Ich seufze. Meine Ziele sind weder sonderlich messbar noch großartig terminiert. Attraktiv, das sind sie, oh ja und wie. Finde ich zumindest. Ob sie realistisch sind kann ich nicht wirklich einschätzen, wage es aber zu bezweifeln. Und da ist schon der erste Knackpunkt. „Wenn du zweifelst, dann kannste’s gleich vergessen“, sagt Franz und trinkt seelenruhig einen Schluck von seinem Kaffee. Na toll. „Ja, aber ich zweifle halt“, sage ich leicht empört. „Da kann ich doch auch nichts dran machen, ich bin halt nicht so rational wie du“. Er sieht mich an und schüttelt den Kopf. „Klar kannst du da was gegen machen“, sagt er. „Und was?“, will ich wissen. „Hör doch einfach auf damit“.

So einfach ist das. Im Grunde wusste ich schon, welche Antwort ich von Franz bekommen würde, als ich ihn nach seinen Zielen fragte, schließlich sind wir verheiratet und führen dieses Gespräch schätzungsweise alle vier Wochen. Trotzdem möchte ich es wieder und wieder hören, denn auch wenn ich ihm für seine Antwort manchmal am liebsten den Inhalt meiner Tasse Kaffee über den Kopf kippen würde, am Ende hat er Recht. Zweifel hin oder her, wenn mich etwas nicht loslässt, dann bringt es rein gar nichts es immer in Frage zu stellen. Dann sind Zweifel einzig und alleine verschwendete Energie die, wenn man sie stattdessen in die Umsetzung der eigenen Ziele und Wünsche steckt, vielleicht sogar den entscheidenden Unterschied machen kann. Und deswegen tue ich was mein Mann mir rät: Ich pfeif‘ auf die Zweifel. Und schreibe euch hier meine Wünsche und Ziele für mein Leben auf. Ohne Filter. Ohne Einschränkungen.

Ja, ich fühle mich ein wenig unwohl dabei, vielleicht sogar etwas anmaßend. Vielleicht denke ich zu groß? Oder gar zu klein? Halten andere Menschen mich für albern? Für naiv? Oder komplett verrückt? Ich würde lügen wenn ich sagte, ich könne mich komplett freimachen von meinen eigenen Zweifeln. Ich habe oft nicht das Selbstverständnis mit mir was ich gerne hätte. Bin oft nicht so zielstrebig wie ich gerne sein würde. Stelle mich selbst viel zu oft in Frage und halte mich an Grenzen die einzig in meinem Kopf existieren. Doch ich werde die nächste Woche nutzen um auszusprechen was ich bisher nur in meinem Kopf (oder in Gesprächen mit meinem Mann) hin und her gedacht habe. Und um mir bewusst zu machen, worauf ich stolz bin, was ich an mir liebe, wovon ich träume und was ich in meinem Leben gerne ändern möchte. Jeden Tag wird es hier eine Frage geben, die ich für mich beantworten werde – und ich lade euch ein dasselbe zu tun. Unter dem Hashtag #fünffragenanmichselbst könnt ihr auf Instagram eure eigenen Antworten teilen, ob als Text, als Story oder auch als Nachricht an mich und ich werde sie dann auch gerne hier in meiner Story teilen. Heute geht’s los mit Nummer eins: Was würdest du tun, wenn du wüsstest, du kannst nicht scheitern? – Meine Wünsche und Ziele für mein Leben. Ich freue mich auf eure Antworten. Und hier kommen meine:

1. Ein Buch schreiben, das als Grundlage für eine Verfilmung dient.

2. Noch viel mehr Bücher schreiben und davon leben können.

3. In einem Haus auf dem Land leben.

4. Andere Menschen dazu inspirieren sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen und sich auf die Liebe in all‘ ihren Formen einzulassen. Es geht nämlich nicht darum nach der Liebe zu suchen, sondern darum all‘ die Grenzen und Barrieren in einem selbst zu finden, die man dagegen aufgebaut hat.

5. Eine Großfamilie in der Probleme gelöst und Konflikte geklärt werden, sodass jedes einzelne Familienmitglied die Möglichkeit hat seine ganz eigenen Potenziale und Fähigkeiten zu entdecken und zu leben.

6. Jedes Jahr mindestens ein Mal in den Urlaub fahren. Oder auch drei oder vier Mal.

7. Ein Ferienhaus an der holländischen Küste kaufen (Ich rede hier bewusst nicht von BAUEN. Echt nicht. Mir reicht die Terrasse hier schon sowas von).

8. Meinen Kindern etwas hinterlassen auf dem sie aufbauen können, sowohl in finanzieller Hinsicht als auch den Beweis dafür, dass es sich immer lohnt auf die eigenen Fähigkeiten und innersten Wünsche zu vertrauen, egal wie verrückt sie scheinen (Ich hoffe Freja wird niemals auf die Idee kommen, es sei ihre Berufung im Gebirge ungesichert über eine Slackline zu laufen, dann muss ich diesen Punkt vielleicht noch etwas anpassen).

9. Ein Leben zu leben das geprägt ist von kompromissloser Selbstverantwortung.

10. Wellenreiten lernen.

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